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Aktuelles aus dem Ludmillenstift

Am vergangenen Samstag veranstaltete das Endoprothesenzentrum Meppen eine Patienteninformationsveranstaltung mit dem Titel „Brauche ich ein künstliches Gelenk?“. Neben verschiedenen Fachvorträgen konnten die Teilnehmer eine Industrieausstellung besuchen, in der verschiedene Endoprothesen vorgestellt wurden.

Der Leiter des Endoprothesenzentrums Dr. Kai Günsche konnte über 200 interessierte Besucher in seinen einführenden Worten begrüßen. „Ich denke, dass wir mit diesem Thema einen Nerv getroffen haben, der viele Menschen mit Gelenkbeschwerden umtreibt“, stellte Günsche fest. Zunächst beschrieb er den organisatorischen Ablauf im Meppener Endoprothesenzentrum von dem ersten Kontakt in der Sprechstunde bis zur möglichen OP und darüber hinaus. Er betonte, dass der gesamte Behandlungsablauf eine Teamarbeit sei, in der alle Teilaspekte von der OP über die Pflege und die Physiotherapie essentielle Bestandteile in einer erfolgreichen Therapie seien.

Im Anschluss daran hielt Oberarzt Marc Zöllmer einen Vortrag über Chancen und Risiken einer Hüftgelenksendoprothese. Zunächst zeigte er die typischen Beschwerden einer Hüftgelenksarthrose auf und legte die möglichen Therapieoptionen dar bevor letztendlich eine Totalendoprothese implantiert werden müsste. „Im optimalen Fall haben die Patienten nach einer gewissen Zeit vergessen, dass Ihnen überhaupt ein künstliches Gelenk implantiert wurde, so dass sie ohne Einschränkungen ihr Leben weiter führen können“, unterstrich Zöllmer in seinem Vortrag.

Hiernach konnten die gut informierten Gäste die Industrieausstellung besuchen. Verschiedene Firmen von Prothesenherstellern hatten eine Vielfalt an Implantaten mitgebracht, welche auch von den Interessierten in die Hand genommen werden konnten, um ein Gefühl dafür zu entwickeln. Zudem bestand die Möglichkeit in dieser Pause, direkt mit den Referenten ins Gespräch zu kommen, um Fragen oder teilweise Missverständnisse unmittelbar zu klären.

Der abschließende Vortrag wurde durch den Koordinator des Endoprothesenzentrums Oberarzt Bernd Schmitz gehalten. Er sprach zu dem Thema „Die Kniegelenksarthrose – Brauche ich ein künstliches Kniegelenk?“ Hierbei betonte Schmitz, dass bei der Diagnostik der Kniegelenksarthrose nicht nur Gerätemedizin zum Einsatz kommen darf, sondern dass vielmehr die klinische Untersuchung durch den Arzt ein wichtiges diagnostisches Kriterium sei. Im weiteren stellte er die Stadien gerechte Therapie der Kniegelenksarthrose vor, welche nicht immer nur operativ angegangen werden könnte. „Zunächst ist es wichtig vor dem Hintergrund des Anspruchs des Patienten, alle konservativen Möglichkeiten auszuschöpfen bevor zum Messer gegriffen wird; allein der Patient entscheidet, wann der richtige Zeitpunkt für eine Endoprothese gekommen ist – der Arzt kann hier nur beratend zur Seite stehen“, unterstrich Schmitz deutlich. Zusammenfassend sei allerdings festzuhalten, dass der künstliche Gelenkersatz insgesamt eine sehr erfolgreiche Operation sei, welche die Lebensqualität der Patienten unter Berücksichtigung der möglichen Komplikationen deutlich erhöhen könne.

 

Oberarzt Marc Zöllmer, Zentrumsleiter Kai Günsche und Zentrumskoordinator Bernd Schmitz konnten über 200 interessierte Besucher begrüßen.
Oberarzt Marc Zöllmer, Lothar Gilhaus von Smith&Nephew, Michael Häring von Aesculap, Zentrumsleiter Kai Günsche, Zentrumskoordinator Bernd Schmitz sowie Jan-Martin Freytag von ExacTech.
Verschiedene Firmen von Prothesenherstellern hatten eine Vielfalt an Implantaten mitgebracht.

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