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Aktuelles aus dem Ludmillenstift

 

Die Digitalisierung spielt auch in der Gesundheitswirtschaft eine immer größere Rolle. Wie das Krankenhaus Ludmillenstift diesen Trend nutzt, um Abläufe weiter zu optimieren und die Behandlungsqualität zu verbessern, darüber informierten sich in diesen Tagen Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion.

 

Besonders im OP hat die Vernetzung von Medizintechnik und IT immer mehr Einzug in den Arbeitsalltag erhalten: So nutzt das Meppener Haus zum Beispiel ein chirurgisches Navigationssystem der neuesten Generation, das interdisziplinär in der Klinik für Orthopädie, Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie und in der Neurochirurgie eingesetzt wird. Anhand von Vorträgen und Modellen zeigten die Chefärzte Dr. med. Kai Günsche und Priv. Doz. Dr. med. habil. Christoph Tschan unter anderem eindrucksvoll, wie das Navigationssystem die Chirurgen dabei unterstützt, ihre operativen Eingriffe präziser, sicherer, unter geringerer Röntgenbelastung und bei größtmöglichem Erhalt gesunden Gewebes durchzuführen. Wie beim Navigationssystem im Auto führt das Gerät den Operateur mithilfe von genauen Daten zum Ziel, um zum Beispiel einen Tumor zu entfernen oder einen Shunt einzusetzen. Davon konnten sich auch die Besucher um den Fraktionsvorsitzenden Bernd-Carsten Hiebing überzeugen, durften sie doch mithilfe der Technik kleine Kerne aus einer Paprika entfernen. Das System verschafft anhand der CT-, MRT- oder Röntgenbilder des Patienten einen virtuellen Überblick in dreidimensionaler Darstellung und informiert den Chirurgen unmittelbar während der OP über die optimale Führung seiner OP-Instrumente. „Die Technologien, die hier zum Einsatz kommen, sind beeindruckend. Für die Menschen im Emsland wiederum ist es beruhigend, dass wir über eine derartig hochwertige und leistungsfähige Krankenhauslandschaft verfügen“, so Hiebing.


Neu ist die Kombination des Navigationssystems mit einem erst kürzlich auf dem Markt eingeführten 3D-Bildwandler. Dieser kann live während der OP 3D-Bilder erzeugen und diese direkt in die Navigation einfließen lassen. Die Neurochirurgie verwendet das System beispielsweise bei Operationen an der Wirbelsäule oder am Kopf. In der Unfallchirurgie kommt das System bei der Versorgung von Beckenfrakturen und beim Knie-Gelenkersatz zum Einsatz. „Mithilfe der Navigation und der direkten Live-Bildgebung erhalten wir während der OP wertvolle Information für die Schnittführung sowie für den optimalen und stabilen Sitz des künstlichen Kniegelenks“, so Chefarzt Dr. Günsche. „Wir können während der OP auf Live-Bilder schauen, die sofort in die Navigation eingebunden werden“, ergänzt Dr. Tschan. „Durch die Navigation und die 3D-Bildgebung ist es uns möglich, auch komplexe Operationen an der Wirbelsäule und am Kopf minimalinvasiv durchzuführen.“

 

 

Dr. Günsche ging auf neueste OP-Techniken ein. Die Besucher um Bernd-Carsten Hiebing durften die Technik auch selbst einmal testen.

 

Priv. Doz. Dr. med. habil. Christoph Albrecht Tschan zeigte den Besuchern den Einsatz der Geräte im neuen OP-Saal.

Etwa 40 Besucher konnte das Ludmillenstift begrüßen.

 

Systeme sicher miteinander zu vernetzen, Abläufe zu vereinfachen und so die Behandlungsqualität weiter zu verbessern, darauf komme es heutzutage an, führte Verwaltungsdirektor Wilhelm Wolken aus. Auch im Bereich der minimal-invasiven Chirurgie ist das Ludmillenstift auf dem neuesten Stand der Technik. Effiziente und intuitive Bedienung, einfache Datenerfassung und Dokumentation und ungehinderter Datenaustausch innerhalb und außerhalb des OPs sind hier die Schlüsselbegriffe. „Das gesamte OP-Umfeld – endoskopische Geräte, Video- und Datenquellen, aber auch der OP-Tisch oder die Deckenbeleuchtung – ist konsequent auf den Bediener zugeschnitten und kann von einer zentralen Stelle gesteuert werden“, so Wolken.


Ein weiterer Themenbereich des Besuchs waren die aktuellen Baumaßnahmen im Ludmillenstift. „Das Patientenaufkommen ist aufgrund der Erweiterung des medizinischen Leistungsspektrums in den vergangenen Jahren noch einmal stark gewachsen. Durch die derzeit laufenden Baumaßnahmen schaffen wir noch einmal 12.000 Quadratmeter mehr Platz für unsere Patienten und Mitarbeiter“, machte Wolken zu Beginn der Veranstaltung deutlich. In nur wenigen Monaten seien parallel mehrere Maßnahmen gleichzeitig gelaufen und zu einem großen Teil auch schon umgesetzt: Ein weiterer OP-Saal und ein neuer Aufwachraum sind bereits in Betrieb, die 80 zusätzlichen Stellplätze der neuen Tiefgarage werden rege genutzt und auch in die Stromversorgung hat das Haus investiert. Ein neues Notstromaggregat und ein eigenes Blockheizkraftwerk sind installiert. Die Betriebskinderkrippe „Wallzwerge“ erfreut sich zudem großer Beliebtheit.


Das neue Bettenhaus, das später 150 Betten Platz bieten wird, nimmt immer mehr Formen an, hier startet bald der Innenausbau. Und auch die Erweiterung des Funktionstraktes schreitet gut voran, hier wird unter anderem die neurochirurgische Station vergrößert, die Radiologie erweitert und die Intensiveinheit untergebracht. Eine weitere große Maßnahme ist die Neugestaltung des Haupteingangs als Baustein der gesamten Neugestaltung rund um die Propsteikirche. Im Zuge dessen werden außerdem ein neues Schulungszentrum und ein neues Caritas-Gebäude entstehen. Beides wird mit einer weiteren Tiefgarage unterbaut, um dem Parkplatzmangel in der Innenstadt weiter entgegen zu wirken. Abschließend bedankte sich Hiebing im Namen der CDU-Kreistagsfraktion für die Führung und betonte, dass man das Haus „mit einem sehr guten Gefühl“ verlasse und die Fördermittel des Landkreises sehr gut eingesetzt sehe.


 

 




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