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Aktuelles aus dem Ludmillenstift

Mit großer Besorgnis und Unverständnis reagieren die Mitarbeiter des Krankenhauses Ludmillenstift auf den Entwurf des neuen Krankenhausstruktur-Gesetzes. Mit ihnen gehen Mitarbeiter aus mehr als 40 anderen Kliniken am Donnerstag mit einer Ballonaktion in die Luft. Denn außer heißer Luft aus der Reform ist derzeit nichts an Hilfe für die Krankenhäuser erkennbar.

„Wenn das Gesetz so kommt wie geplant, verschärft es die Situation für die niedersächsischen Krankenhäuser drastisch“, betont Verwaltungsdirektor Wilhelm Wolken. „Bereits jetzt sind 2/3 der niedersächsischen Krankenhäuser in ihrer Existenz gefährdet. Mit dem geplanten Gesetz werden den Krankenhäusern bundesweit 500 Millionen Euro genommen, die künftig bei der Bezahlung der Pflegekräfte und Ärzte fehlen werden.“

 

Etwa 200 Mitarbeiter des Ludmillenstift nahmen an der Luftballonaktion teil.

 

„Wir haben erwartet, dass das neue Gesetz Hilfe und Unterstützung für die drängenden Fragen der Zukunft bietet. Der demografische Wandel und der medizinische Fortschritt stellen gerade die Häuser auf dem Land vor große Herausforderungen. Wir brauchen hier Antworten, wie eine adäquate Versorgung von Patienten in Zukunft aussehen soll“, macht Wolken deutlich. Stattdessen sorge das neue Gesetz in seinem jetzigen Entwurf für eine herbe Enttäuschung, denn genau diese Punkte würden überhaupt nicht berücksichtigt. „Dafür werden zukünftig noch mehr bürokratische Hürden geschaffen, der bestehende Versorgungszuschlag soll wegfallen und den Krankenhäusern werden Gelder entzogen. „Das bedeutet Abbau statt Aufbau. So können wir Qualität und Pflege nicht verbessern.“ Pflegedienstleiterin Gisela Meyer meint: „Die Konsequenz ist klar – das kann nur zulasten der Patienten gehen.“ Das geplante Personalförderungsprogramm werde keine Hilfe bringen, denn selbst bei optimaler Umsetzung werde es für ein Krankenhaus der Größe des Ludmillenstifts umgerechnet zwar ca. drei Personalstellen bringen. An anderer Stelle würde aber derart gekürzt, dass insgesamt rund sieben Pflegestellen gestrichen würden.

„Wir verstehen den Gesetzentwurf als Provokation gegen eine gute Versorgung der Patienten“, macht auch Maria Stahl, stellvertretende Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, ihrem Unmut Luft. „Unsere Patienten erhoffen sich im Krankenhaus Hilfe an Leib und Seele, was unter den angedachten Entwürfen der Politik völlig auf der Strecke bleiben wird.“

Die Forderungen der Krankenhäuser sind klar und prägnant: „Wir fordern mehr Zeit für Patienten. Dafür benötigen wir mehr Personal und weniger Struktur- und Dokumentationspflichten. Wir erwarten eine faire Bezahlung für gute Arbeit und eine ausreichende Refinanzierung der Personal- und Sachkostensteigerungen. Das alles dient der Sicherung der Krankenhausstandorte in Stadt und Land, denn die Menschen brauchen kurze Wege zu ihrem Krankenhaus“, unterstreicht Wilhelm Wolken.

Marc TilgnerDas Krankenhaus Ludmillenstift baut das Fachgebiet der Inneren Medizin weiter aus. Dr. Marc Tilgner übernimmt als Chefarzt zum 1. Juli 2015 die Leitung der Onkologie, Hämatologie und Palliativmedizin. Diese Fachgebiete werden nun als eigenständige Abteilung geführt. Bisher hat Dr. Ulrich Ohl diesen Bereich mit vertreten, der nun nach 14 Jahren als Chefarzt am Ludmillenstift in den Ruhestand geht. Tilgner will den Fachbereich der Inneren Medizin am Ludmillenstift weiter ausbauen und vor allem auf eine personalisierte Medizin setzen.

 

Der 44-Jährige kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück. Zwischen 2001 und 2008 hat er bereits seine Ausbildung zum Facharzt der Inneren Medizin am Ludmillenstift Meppen absolviert. Anschließend wechselte er an das Robert-Bosch Krankenhaus Stuttgart, wo er die Schwerpunktsbezeichnung Internistische Onkologie und Hämatologie erwarb, zusätzlich ließ er sich dort zum Palliativmediziner ausbilden. Zuletzt arbeitete er als Oberarzt in der Klinik für Internistische Onkologie und Hämatologie unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Atzpodien im Franziskus Hospital Harderberg.

 

Der 44-Jährige hat eine sehr breite Ausbildung genossen. Seine Bandbreite erstreckt sich von der Behandlung akuter Leukämien bis zur Palliativmedizin, die einen Schwerpunkt seiner Tätigkeit bildet. In seiner Zeit als Oberarzt erwarb er sich umfassende Fachkenntnisse in der Behandlung solider Tumoren, wie Darm-, Lungenkrebs und Brustkrebs. Besonders wichtig ist es ihm, die individuelle Therapie aufgrund der molekulargenetischen Struktur der Krebserkrankung für den Patienten festzulegen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit Pathologen, Operateuren sowie Strahlentherapeuten.

 

„Ich möchte diese personalisierten Therapien zukünftig am Ludmillenstift weiter ausbauen. Das Ludmillenstift hält dafür alle nötigen Fachgebiete vor, sodass das Haus auch weiterhin von einer interdisziplinären Zusammenarbeit profitieren wird“, so Tilgner.

 

Der Patient als Mensch stehe dabei nach eigener Aussage im Mittelpunkt seines Handelns. „Personalisierte Medizin heißt auch den Patienten als Individuum mit seinen Ängsten und Wünschen wahrzunehmen. Auch das Umfeld des Patienten spielt dabei eine Rolle. Angehörige die häufig genauso leiden wie der Patient sollen dabei gestützt werden.“ Diesen Anspruch zu leben, hat Herr Tilgner auch immer wieder im Team des Ludmillenstift erleben können. „Wir sind sehr froh, dass wir Herrn Dr. Tilgner wieder in Meppen an seiner ehemaligen Wirkungsstätte begrüßen dürfen und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit“, betont Verwaltungsdirektor Wilhelm Wolken.

Das Umfeld der Propstei soll ein neues Gesicht erhalten. Im Zuge der geplanten Baumaßnahmen wird auch eine neue Tiefgarage mit 100 Stellplätzen entstehen.

 

Als ein "rundum gelungenes Maßnahmenpaket" beschreibt Bürgermeister Helmut Knurbein die Planungen zur neuen Umfeldgestaltung der Propstei. In gemeinsamen Gesprächen mit der Propsteigemeinde St. Vitus, dem Caritasverband und dem Krankenhaus Ludmillenstift habe sofort Einigkeit darüber geherrscht, dass Stellplätze in diesem Bereich ein Manko sind. "Elementarer Bestandteil dieses Großprojektes wird daher eine neue Tiefgarage mit 100 Stellplätzen, die innenstadtnahes, bequemes Parken ermöglicht", freut sich Wilhelm Wolken, Verwaltungsdirektor des Ludmillenstifts. "Wir wollen die Baumaßnahmen nutzen, um das Parkangebot für Besucher, Patienten und Mitarbeiter zu optimieren", so Wolken weiter. Damit könne dem vielfach in der Öffentlichkeit geäußerten Wunsch nach mehr Parkflächen in diesem Bereich nun in besonderem Maße nachgekommen werden, ergänzt Bürgermeister Knurbein.

 

Die neue Tiefgarage wird ihren Platz unter zwei neuen Baukomplexen finden. Zum einen handelt es sich hierbei um den geplanten Neubau der Caritas-Beratungsstelle auf dem Gelände des Pfarramtes an der Kuhstraße, zum anderen um den Neubau des ebenfalls dort ansässigen Schulungszentrums des Krankenhauses. Im Zuge dessen wird auch der Straßenbereich des Übergangsbereiches zur Propsteikirche und zum Krankenhaus angepasst.

 

Für den Neubau der Caritas-Beratungsstelle wird das Gebäude des Pfarramtes weichen und zukünftig ebenfalls in den neuen Räumlichkeiten untergebracht sein. "Da das in die Jahre gekommene Gebäude längst nicht mehr den energetischen Anforderungen entspricht, hat die Stadt Meppen den Vorschlag an das Bistum herangetragen, dieses abzureißen", erklärt Bürgermeister Helmut Knurbein den Hintergrund. Grund für den Neubau der Caritas-Beratungsstelle ist sowohl die steigende Nachfrage nach Beratungsdiensten als auch der in die Jahre gekommene Standort am Domhof 18, der den notwenigen Anforderungen der Beratungsdienste des Caritasverbandes nicht mehr gerecht wird. Gemeinsam mit der Kirchengemeinde was ursprünglich geplant, das Propsteigebäude zu erhalten und die Beratungsdienste des Caritasverbandes zhu nutzen. Aufgrund der städtebaulichen Herausforderungen und den Notwendigkeiten des Krankenhauses, insbesondere bei den Parkplatznutzungen, wurden Kirchengemeinde und Caritasverband von der Stadt Meppen und dem Ludmillenstift gebeten, ihre Planungen neu zu überdenken. Diesem Wunsch wurde nachgekommen.

 

Die Baupläne stellten Wilhelm Wolken, Dietmar Blank, Hubert Bartke, Helmut Knurbein, Marcus Drees, Bernd Ostermann, Urban Heider und Ansgar Bensmann vor.

 

Auch das Areal vor dem Schulungszentrum soll neu gestaltet werden. Ursprünglich sollte das Zentrum mit etwa 200 Ausbildungsplätzen saniert und erweitert werden. "Es hat sich jedoch gezeigt, dass eine Sanierung und Erweiterung wirtschaftlich nicht sinnvoll wäre, sodass auch für uns nur ein Neubau in Frage kommt", erklärt Wolken. "Aus- und Weiterbildung nimmt einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Mit dem Neubau wollen wir das geeignete Umfeld dafür schaffen. Unser Nachwuchs soll sich bei uns wohlfühlen", betont er weiter. Das Schulungszentrum bietet Ausbildungsplätze in den Berufen Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und Physiotherapie an sowie in Kooperation mit der Marienhausschule auch eine Ausbildung in der Ergotherapie. Neben der klassischen Berufsausbildung werden auch die Bachelorstudiengänge in der Pflege und der Physiotherapie in Zusammenarbeit mit den Hochschulen in Osnabrück und Emden-Leer angeboten. Außerdem gibt es verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten der Intensivpflege, Praxisanleitung oder Praxisassistenz (NÄPA).

 

Bereits 2009 fiel der Startschuss für das Gesamtvorhaben "Kuhstraße, Propsteikirche, Theater und Ludmillenstift", das mit der Umgestaltung des Theatervorplatzes und der umfangreichen Baumaßnahme am Ludmillenstift bereits entscheidende Teilerfolge verbuchen kann. "Mit den geplanten Bauvorhaben begibt sich die ,Initiative Propsteikirche´ des Krankenhauses Ludmillenstift, der Propsteigemeinde St. Vitus und der Stadt Meppen auf die Zielgerade und landet mit der Tiefgarage den ganz großen Wurf", freut sich Bürgermeister Helmut Knurbein. Im ersten Schritt sei jedoch die Politik gefragt. Für die Baumaßnahmen ist eine Änderung des Bebauungsplanes für das Baugebiet Propstbusch erforderlich. Der Aufstellungsbeschluss geht am 6. Juli zur Beratung in den Planungs- und Bauauschuss, bevor der Verwaltungsausschuss schließlich am 9. Juli darüber abstimmt.

Einige Trockentücher, ein bisschen Getreide, eine Nähmaschine und ein paar flinke Hände: Mehr braucht es nicht, um etwas Gutes zu tun. Erika Bohse und Hedwig Rechtien von der Bastelgruppe der katholischen Frauengemeinschaft (kfd) St. Paulus nähen schon seit Jahren Roggen- und Dinkelkissen. Der Erlös aus dem Verkauf kam jetzt dem Verein Speelwerk zugute.

Wer malt die schönsten Bilder zum Thema Ostern? Diese Frage stellte der Meppener Krankenhaussender Studio Ludmilla den Kindern, die im Frühjahr im Ludmillenstift das Bett hüten mussten.

Krankenhaus Ludmillenstift - Ludmillenstraße 4-6 - 49716 Meppen - Telefon 05931 152-0 - Fax 05931 152-1029 - info@ludmillenstift.de